Björn Martins – Eh’ Die Liebe Stirbt

Björn Martins veröffentlich die Coverversion eines beliebten Pop-Rock-Klassikers der ehemaligen DDR. Geschrieben und komponiert wurde das Original von Burkhard Lasch und Ralf Bursy.

Die schönste Zeit ist wieder da. Genau dann, wenn Björn Martins neue Musik ankündigt. Dieses Mal ist es eine Coverversion des Pop-Rock-Klassikers “Eh’ die Liebe stirbt“ aus der ehemaligen DDR. Der Song erschien 1986 im Original vom Sänger Ralf Bursy, der zu jener Zeit mit seiner intensiven Ballade einen großartigen Erfolg für sich verbuchte.

Es schwingt Wehmut und Nostalgie herüber, wenn der eine oder andere Titel aus verflossener Zeit durch den Äther erschallt. Erinnerungen werden wiederbelebt, durchdringen das Herz und lösen starke Gefühle aus. Denn plötzlich ist alles wieder da: die Sonnenuntergänge am Meer, die Abende am Lagerfeuer, die Liebeserklärungen in Briefen aus der Vergangenheit, die Tanzflächen der Diskotheken, auf denen zur Soft-Ballade der Klammerblues getanzt wurde, die Poster an der Jugendzimmerwand, prächtige Frisuren, auffallende Klamotten und gute Musik.

Als das Schicksal Björn Martins mit dem Titel “Eh’ die Liebe stirbt“ zusammen brachte, hatte er dieses Werk nie zuvor gehört. Erinnerungen, Sehnsucht nach vergangener Zeit, Jugenderlebnisse – all das konnte er mit diesem Titel nicht verknüpfen. Und so traf dieser Klassiker ganz unbedarft seinen musikalischen Nerv. Auch der nachdrückliche Text – zeitlos modern – eroberte ihn mühelos. Wusste er zu diesem Zeitpunkt nicht, dass der qualifizierte Liedtexter Burkhard Lasch die lyrischen Worte verfasste. Jener, der seinen musischen Fußabdruck vor allem in DDR-Erfolgstitel, wie “Jugendliebe“ (Ute Freudenberg & Gruppe Elefant), “Alt wie ein Baum“ (Puhdys), “Traumzeit“ (Petra Zieger & Smokings), hinterlassen hat. Im Zusammenspiel mit Ralf Bursy’s hervorragender Komposition schien Björn Martins der Song gebührend stark für eine Aufnahme in sein eigenes musikalisches Repertoire zu sein. Eine Kult-Ballade würde sich ausgezeichnet inmitten seiner temporeichen Songs (“Genau hier“, “Kein Zufall“, “Wäre das nicht schön“) entfalten. Und so nähert er sich mit seiner sonoren Stimme behutsam auch der Königsdisziplin des Balladesken. Björn’s Neuinterpretation ist ruhig, aber bewegend. Ohne Pathos, aber emphatisch.

Ergebnis: Die Version mit Björn Martins ist eine behagliche und zusagende Neuproduktion, die das musikalische Erbe des Originalinterpreten- und Komponisten, Ralf Bursy, bewahrt, und sich darüber hinaus mit ihrem eindringlichen Text den Weg in die Ohren der aufmerksamen Lauschenden bahnt. “Eh’ die Liebe stirbt, eh’ in uns ein Traum erlischt. Eh’ die Liebe stirbt, ist die Welt nur du und ich.“

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